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Lanzarote: Erstes Unterwassermuseum Europas eröffnet im Januar 2017 „Museo Atlántico“: Versunkene Kunst

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Mehr als 300 Skulpturen, allesamt Nachbildungen realer Menschen, finden sich zukünftig vor Lanzarotes Küste auf dem Meeresgrund. Vom englischen Künstler Jason deCaires Taylor an Land gestaltet, werden die Figuren nach und nach versenkt. In zwölf bis 15 Metern Tiefe entsteht so das erste Unterwassermuseum Europas. Die Eröffnung ist für 1. Januar 2017 geplant. Einige Werke sind bereits jetzt bis März 2016 im Museum für zeitgenössische Kunst MIAC-Castillo de San José in der Inselhauptstadt Arrecife ausgestellt.

Seit gut einem Jahr laufen die Arbeiten an Lanzarotes „Museo Atlántico“, Europas erstes Unterwassermuseum. Verantwortlicher Künstler ist der Brite Jason deCaires Taylor, der nach lebenden Modellen rund 300 Skulpturen fertigt. Diese zeigen vorwiegend Menschen im Alltag, etwa beim Lesen oder Selfie-Schießen. Mit der endgültigen Genehmigung des Projekts Anfang November 2015 startet nun die finale Phase. In den kommenden Monaten werden die Betonfiguren im Meeresgrund vor der Playa Las Coloradas nahe Playa Blanca verankert. Auf 400 Quadratmetern erwartet dann nicht nur Taucher und Schnorchler eine Ausstellung der besonderen Art – dank des klaren Wassers sind die Installationen auch vom Glasbodenboot aus sichtbar. Der Naturschutz ist dabei zentrales Anliegen Taylors: Seine Werke dienen als künstliche Riffe und sollen die Ansiedlung neuer Tier- und Pflanzenarten begünstigen. Damit fügt sich das Unterwassermuseum in die auf Lanzarote vorherrschende Philosophie, Natur und Kunst harmonisch zu vereinen.

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