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Projekt Gokyo – die Herausforderung in Nepal

Am 5. Oktober macht sich eine kleine Gruppe aus Österreich auf den Weg nach Nepal um dort Geschichte zu schreiben …

Das Team um den Österreicher Christian Redl, mehrfacher Weltrekordhalter im Freitauchen, möchte versuchen, den höchsten See im Himalaya-Gebirge zu erreichen und dort die höchsten Freitauchgänge (Tauchen ohne Pressluftflaschen) der Welt durchführen.

Das Projekt GOKYO wurde seit über einem Jahr vorbereitet. Christian Redl hat bereits einige Weltrekorde im Freitauchen unter Eis oder in Höhlen aufgestellt. Allerdings stellt das neue Projekt alles bisherige in den Schatten. Der Aufwand ist enorm.

Die 6 Gokyo Seen sind die Hauptseen von 19 Seen und bilden das höchstgelegene Süßwassersystem der Welt. Die Seen liegen direkt entlang der längsten Gletscherzunge Nepals, unterhalb des Cho Oyu (8.188 Meter). Sie sind bei den Hindus und Buddhisten heilig. Die Seen befinden sich auf einer Höhe von 4.700 bis 5.160 Meter. Noch nie war ein Mensch in diesen Seen tauchen …

In diesen Höhen sind die meisten Menschen froh, wenn sie einen Schritt vor den anderen setzen können und hier beginnt erst die Herausforderung. Der Sauerstoffanteil der Luft ist in dieser Höhe nur noch ca. 14%. Auf Meeresniveau liegt dieser bei 21%. Das ist das erste Problem bei diesem Projekt; würden wir uns von einer Sekunde auf die Andere, in diese Höhe begeben, wären alle Menschen bewusstlos. Deshalb ist die sogenannte Höhenanpassung extrem wichtig. Das zweite Problem ist die Temperatur, das Wasser hat nur 2 Grad und die Außentemperatur wird um die Null Grad betragen. Die extreme Kälte und der geringe Sauerstoffanteil in der Luft machen dieses Projekt schier unmöglich. Deshalb hat es auch keiner gewagt – bisher …

Mit dem Arzt Dr. Heiko Renner aus Graz, hat Christian Redl einen Spezialisten im Team. Der Hyperbar & Tauchmediziner, ist auch in der Alpinmedizin sehr versiert. Bei der Höhenanpassung passiert genau das Gegenteil im Körper als beim Freitauchen. Bei der Höhenanpassung atmet man schneller, der Puls wird höher und das Blut dicker. Genau das braucht man beim Freitauchen alles nicht … Allerdings ist genau das der Grund für die wissenschaftlichen Forschungen. Das Team versucht mit Hilfe von Tests herauszufinden, wie man den Alpinsport sicherer machen kann. Noch immer Erkranken sehr viele am Berg an der Höhenkrankheit, weil sie nicht auf die Symptome hören und weiter aufsteigen.

Das größte Risiko bei diesem Projekt ist eine Bewusstlosigkeit beim Tauchgang – in dieser Gegend gibt es keine medizinische Notversorgung, deshalb ist das Team auf sich selbstgestellt. Robert Kriz wird Christian Redl überwachen und im Notfall helfen. Das Team hat sich auf alle nur erdenklichen Probleme eingestellt und trainiert.

 

Das Team wird 3 Wochen vor Ort sein und unglaubliche Geschichten erzählen können, sensationelle Foto und Filmaufnahmen mitbringen – wenn alles nach Plan läuft, ist Christian Redl wieder am 27. Oktober in Österreich.

 

Nähere Infos findet man unter:

http://www.facebook.com/ProjektGokyo2012

Und über Christian Redl unter:

http://www.facebook.com/ChristianRedlpage

Fotos von Martin Gebhardt  – Training am Dachstein

 

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